|
|
|
Vitamine
Vitamine sind lebenswichtige (essentielle)
Bestandteile der Nahrung, die in geringsten Mengen täglich
aufgenommen werden müssen. Ihr Fehlen in der Nahrung erzeugt
Krankheiten, sog. Avitaminosen. Ein Überangebot an einigen
fettlöslichen Vitaminen (A und D) kann allerdings auch
schädliche Folgen haben (Hypervitaminosen). Wasserlösliche
Vitamine, die im Überschuss aufgenommen wurden, werden mit dem
Harn ausgeschieden. Heute kennt man von den meisten Vitaminen
ihre Funktionen. Sehr häufig sind sie als Coenzyme oder an
Enzymfunktionen beteiligt, was auch die Wirksamkeit geringster
Mengen und die Lebenswichtigkeit der Vitamine erklärt. Andere
Vitamine werden direkt für spezifische Aufgaben benötigt.
Allen Vitaminen ist gemeinsam, dass sie in
kleinsten Mengen wirksam sind, zu den organischen Verbindungen
gehören und der tägliche Bedarf überwiegend unter 10 mg liegt.
Die Vitamine B1, B2, B6, B12, H und K wirken vorwiegend in den
Zellen und können z. T. von der Darmflora synthetisiert werden.
Die Vitamine A, C, D, E kommen hauptsächlich im Blut oder nur in
speziellen Zellen vor und können nicht durch die Darmbakterien
hergestellt werden.
Zu den wasserlöslichen Enzymen gehören die Vitamine der B –
Reihe, Vitamin C und Vitamin H.
Die fettlöslichen Vitamine sind Vitamin A, D, E und K.
Brauchen wir zusätzliche Vitamine?
Heutzutage wird, zumindest was die normalen
Supermärkte betrifft, kaum noch Obst oder Gemüse angeboten, was
bis zu seiner völligen Reife in natürlicher Umgebung gewachsen
ist. Entweder wurden die Früchte unreif geerntet, dann
tiefgekühlt über lange Strecken transportiert, oder sie stammen
aus Treibhäusern mit künstlichem Klima und Beleuchtung. Damit
wird der Frucht die Möglichkeit genommen, ihre normalen Mengen
an Vitaminen zu produzieren.
Das Obst und Gemüse, das wir heute zu uns nehmen enthält nur
einen Bruchteil dessen, was ein natürlich gereiftes und
gewachsenes Obst bzw. Gemüse enthält. Hier entstehen also
bereits erste Defizite. Die Qualität der Lebensmittel wird
darüber hinaus auch von anderen Faktoren beeinflusst. Bei
pflanzlichen Lebensmitteln sollte man auf die Art und Menge der
verwendeten Düngemittel und die Verwendung von
Pflanzenschutzmitteln achten. Ebenso sind die Art und Weise der
Rohstoffverarbeitung von großer Bedeutung. Neben der
Haltbarmachung (Konserven, Tiefkühlkost, chemische Zusätze,
thermische Verfahren) gehen gerade bei der Herstellung von
Auszügen viele wichtige Nahrungsbestandteile verloren. Weißes
Mehl enthält beispielsweise keine Ballaststoffe mehr und die
wichtigen Vitamine, die direkt unter der Schale der
Getreidekörner liegen, fehlen in Auszugsmehlen völlig.
Durch belastende Umwelteinflüsse liegt aber der Bedarf an
Vitaminen und Spurenelementen ohnehin schon höher als normal.
Die Vitamine A, C und E kennt man auch unter dem Begriff
Antioxidantien. Diese reduzieren im Körper die Anzahl freier
Radikale, die immer dann verstärkt entstehen, wenn der Körper
sich in einer Stressphase befindet, Kummer hat, aggressive
Stimmung herrscht oder wenn eine Infektion besteht. Als weitere
„Nährstoffräuber“ kennen wir u.a. insbesondere Nikotin, Kaffee,
Alkohol. Die freien Radikale, die weit verbreitete Übersäuerung
des Körpers und die ständig zunehmende Belastung mit
Umweltgiften führen zu einem erhöhten Vitaminbedarf.
Wenn der tägliche Bedarf durch
Nahrungsergänzungsmittel vervollständigt werden soll, ist es
auch hier ratsam, auf die Qualität zu achten. Das Präparat
sollte aus pflanzlichen Rohstoffen und nicht synthetisch
hergestellt sein. Es ist auch wichtig, dass der Pflanzenextrakt
nicht durch chemische oder thermische Verfahren in seiner
Qualität gemindert wurde. Am Besten und am natürlichsten sind
Säfte oder deren Konzentrate. Die Säfte/Konzentrate enthalten
die für die Vitamin- und Mineralstoff-aufnahme überaus wichtigen
biologischen Begleitstoffe.
|