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Was ist eigentlich die traditionelle chinesische Medizin?

 

Traditionelle chinesische Medizin
Die traditionelle chinesische Medizin hat ihre wesentlichen Wurzel in naturphilosophischen Vorstellungen, also aus jahrjausende alten Beobachtungen der Natur, oder besser noch aus den Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur. Die Notwendigkeit zur Beobachtung der Natur ergibt sich zwangsläufig für jeden Menschen, der von den Erträgen der Jagd und der Landwirtschaft und damit auch vom Wetter abhängig ist. Die traditionelle chinesische Medizin umfaßt neben der Akupunktur und der Moxibustion auch die Pharmakotherapie (Heilkräuter, Mineralstoffe und tierische Heilmittel), die Tuina – Massage, die Hydrotherapie und Atemübungen.

Der Wandel der Natur wird, oder wurde, von den Chinesen als Ausdruck einer „inneren“ Gesetzmäßigkeit der Natur verstanden. Diese Gesetzmäßigkeit wird DAO genannt (geschrieben TAO). Das TAO, das oberste Naturgesetz, wird in vielen Übersetzungen als „Sinn“, „Weg“, „Bahn“ oder „das Eine“ wiedergegeben. Das TAO, das schöpferische Urprinzip der Natur, ist die Grundlage aller dynamischen Prozesse und aller Wandlungen. Als schöpferische Urkraft erzeugt das TAO die Polaritäten der Natur, die durch Yin und Yang ausgedrückt werden. Die Gegen-satzpaare, die das Yin – Yang – System bilden, sind die Grundlage des zyklischen Wesens der chinesischen Denkweise und beschreiben die Erkenntnisse aus den Beobachtungen der Wechselbeziehung des Menschen mit seiner Umwelt.

Yin und Yang
Yin und Yang stellen die Polarität der Dinge und des Seins dar und sind universell anwendbar. Der pflanzende Reisbauer bückt sich um die Setzlinge in den Boden zu bringen. Dabei ist der gebeugte, runde Rücken von der Sonne beschienen. Der Bauch ist durch diese Haltung von der Sonnenbestrahlung abgewandt und allgemein geschützt. Dabei ist der helle, warme Rücken Yang und der dunkle, kühle Bauch Yin. Die sonnenbeschienene, trockene, warme, helle Hangseite eines Tales (Yang) und die schattige, kühle, feuchte, dunkle Hangseite ist Yin. Yin und Yang stehen in einem ewigen Wechselspiel miteinander. Beide Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden. In jedem Yangzustand ist auch immer ein Yin und umgekehrt. So wie jedes Ding ein Oben und ein Unten, ein Innen und ein Außen hat, so besteht alles Leben aus Körperlichkeit und Aktivität. Aber die Aktivität formt gleichzeitig die Körperlichkeit, das Yang mit seinen verändernden Kräften gestaltet das Yin. Andererseits bietet das Yin, das Materielle, den aktiven Kräften Widerstand, stellt sich konservierend und erhaltend der verändernden Kraft entgegen. Der rhythmische Wechsel von Yin und Yang, die Verwobenheit beider Aspekte wird am besten durch die Monade dargestellt. Das Taiji-Zeichen gibt die polaren Aspekte von Tag und Nacht in ihrer rhythmischen Aufeinanderfolge und den Jahresverlauf in seinem zyklischen Prozess wieder.


Die Monade wird im Uhrzeigersinn gelesen. Nach chinesischer Auffassung beginnt der Tag um Mitternacht und im Frühling ist Jahresbeginn. Die Himmelsrichtungen lassen sich wie folgt zuordnen: im Osten (Sonnenaufgang) und im Süden (höchster Sonnenstand) ist Yang, im Westen (Sonnenuntergang) und im Norden (tiefster Sonnenstand) ist Yin. Die Chinesen haben noch eine fünfte Himmelsrichtung, nämlich die Mitte, den eigenen Standort.

Die Meridiane und die Akupunkturpunkte
Der Körper wird von zahlreichen Energiebahnen durchzogen. Jeder dieser Meridiane ist einem Organ zugeordnet. Auf dieser Energiebahn liegen die Akupunkturpunkte. Jeder Punkt hat unterschiedliche therapeutische Wirkungen. Die Wirkung entscheidet über die Auswahl bei der Behandlung der jeweiligen Erkrankung. Wie auch in der Homöopathie, wird davon ausgegangen, dass Krankheit durch schädigende Einflüsse von Außen entsteht (Wind, Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Kummer, etc.). So kann je nach Ursache, der entsprechende Punkt ursächlich aus-gewählt werden.

 

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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert 27.03.09