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Was ist eigentlich die Massage?

Massage
Unter Massage versteht man die mechanische, systematische Durcharbeitung der äußeren Gewebeschichten des Körpers zu Heilzwecken. Die Massage zählt zu den ältesten Behandlungsmethoden überhaupt. In nahezu allen alten Kulturen findet man Hinweise auf Massage als Heilmethode. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert ist die Massage durch Systematisierung der Techniken und Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen als medizinische Behandlung anerkannt worden.

Wirkungsphysiologie der Massage
Generell muss man zwischen der mechanischen und der reflektorischen Wirkung unterscheiden. Die physikalische Qualität der Massage ist auf die mechanische Einwirkung in Form von Druck und Zugkräften zurückzuführen. Dabei wird die Dehnbarkeit, Elastizität und Verschieblichkeit der Gewebe beeinflusst. Das Resultat dieser Beeinflussungen ist eine formende Wirkung auf die Struktur der Gewebe, besonders des Bindegewebes. Festigkeit und Dehnbarkeit lassen sich verbessern und die Geschmeidigkeit der Gleitgewebe erhöhen. Durch die mechanischen Reize wird auch eine reflektorische Wirkung erzielt. Die Einwirkung von Berührung, Druck und Dehnung auf die Haut, die Muskeln, das Periost und das Bindegewebe stimuliert dort befindliche Rezeptoren des Nervensystems. Die aufgenommenen sensiblen Reize werden im Hinterhorn des Rückenmarks auf motorische und sympathische Nerven umgeschaltet. Je nach Art der angewendeten Massagetechnik, können langanhaltende Veränderungen der Muskelspannung, der Hautdurchblutung und der Schmerzverarbeitung erzielt werden.

Hauptwirkrichtungen
Lösung von Verklebungen
durch weiche Dehnung der Muskulatur können Verkrampfungen gelöst werden
Entspannung der Muskulatur
durch forcierte Grifftechniken kann die Spannung des Gewebes erhöht werden
Tonisierung der Muskulatur
Verbesserung der Gewebeernährung durch bessere Nährstoffzufuhr und verstärkten Abtransport von Stoffwechselendprodukten und damit einen gesteigerten Gewebestoffwechsel, basierend auf einer
Zunahme der Durchblutung
die Berührungskomponente kann auch bei psychogenen Krankheitsbildern hilfreich sein
psychoemotionale Entspannung
das Schieben und Streichen bewirkt ein vermehrtes Fließen der Zwischenzellflüssigkeit
Förderung des Lymphflusses
durch die Festigung des Bindegewebes und die Tonusregulation der Muskulatur kommt es zu einer
Unterstützung des venösen Rückflusses
durch die Reizung der Haut und die Verwendung von bestimmten Zusätzen in Massageölen erreicht man eine
Funktionsförderung der Haut
nach starker Beanspruchung dient die Massage der
Entmüdung und der Regenerationssteigerung

 

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Diese Website wurde zuletzt aktualisiert 27.03.09