Zentrum für Naturheilverfahren

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Injektopunktur mal anders – die traditionelle chinesische Shu – Mu – Methode

Teil II: Mu – Punkte und Anwendungsbeispiele.

Im zweiten Teil dieses Artikels, sollen nun die Mu – Punkte (Alarmpunkte) ausführlicher besprochen werden. Mu steht für „sammeln“. Alle Mu – Punkte liegen auf der Körpervorderseite im Rumpfbereich. Auch hier ist jedem Organ ein Punkt zugeordnet. Die Mu–Punkte haben sowohl eine therapeutische, als auch eine diagnostische Funktion. Hier findet man neben der Druckempfindlichkeit auch häufig eine veränderte Konsistenz des Gewebes. Im Folgenden finden Sie die Lagebeschreibung der jeweiligen Punkte und ihre therapeutische Bedeutung.

P1 (Mu-Punkt der Lunge)

Die Strecke zwischen der Medianlinie und der Achselfalte zählt 8 PZ (Pekingzoll). P1 liegt 6 PZ lateral der Körpermitte im 1. Interkostalraum, 1 PZ unterhalb der Schlüsselbeinunterkante. Neben seiner Bedeutung als Alarmpunkt, besitzt er eine psychotrope Wirkung bei Kummer und Trauer.

 

S25 (Mu-Punkt der Dickdarmes)

Er liegt 2 PZ lateral des Bauchnabels. Er harmonisiert den Qifluss im Darmbereich und ist bei allen Formen von Darmerkrankungen indiziert.

 

Rs12 (Mu-Punkt des Magens)

Halbiert man die Strecke zwischen Brustbeinspitze und Bauchnabel findet man Rs 12. Es ist außerdem ein Verbindungspunkt für die Funktionskreise Magen, Dünndarm und Dreifacherwärmer.

 

H13 (Mu-Punkt der Milz)

Der Punkt befindet sich am Ende der 11. Rippe. Er ist Zusammenkunftspunkt aller Speicherfunktionskreise. Da der Punkt auf dem Lebermeridian liegt findet man hier auch die Holz-Erde.Achse wieder. Durch Stimulation des Punktes wird das Qi zu den Funktionskreisen Lunge und Niere geleitet.

 

Rs14 (Mu-Punkt des Herzens)

Man findet den Punkt, indem die Strecke zwischen Rs12 und Sternumspitze halbiert wird. Es wirkt unterstützend auf die Funktionskreise von herz, Lunge und Milz und allgemein entspannend auf die Leibesmitte.

 

Rs4 (Mu-Punkt des Dünndarms)

Die Verbindung zwischen Symphysenoberkante und Bauchnabel wird in fünf Abschnitte a 1 PZ unterteilt. Rs4 liegt dann 3 PZ unterhalb des Bauchnabels, bzw 2 PZ oberhalb der Symphysenoberkante. Er stützt die Nierenenergien.

 

Rs3 (Mu-Punkt der Blase)

Er befindet sich 1 PZ unterhalb von Rs4.. Er ist Verbindungspunkt für die Funktionskreise der Niere, der Leber und der Milz und dam der drei Yin-Organe der unteren Extremitäten.

 

F25 (Mu-Punkt der Niere)

Er liegt am unteren Rand des Endes der 12. Rippe.

 

Rs17 (Mu-Punkt des Perikards)

Liegt auf der Mitte des Brustbeines auf der Höhe des 4. Interkostalraumes, zwischen den Brustwarzen. Er verbindet die Funktionskreise der Milz, des Dreifacherwärmers und des Dünndarms.

 

Rs5 (Mu-Punkt des Dreifacherwärmers)

Er liegt zwischen Bauchnabel und Schambeinoberkante 1 PZ oberhalb von Rs4. Er stützt das Nierenyin und mobilisiert das Nierenyang. Er wirkt Kühlend auf Hitzezustände des unteren Erwärmers.

 

F24 (Mu-Punkt der Gallenblase)

Der Punkt liegt auf der Mamillarlinie im 7. Interkostalraum. Er stabilisiert das Qi der Mitte und wirkt kühlend.

 

H14 (Mu-Punkt der leber)

Diesen Punkt findet man im 6. Interkostalraum auf der Mamillarlinie. Er ist Verbindungspunkt mit dem Funktionskreis der Gallenblase und stellt damit auch die Holz-Erde-Achse dar.

 

Zu den Mu–Punkten des Dreifacherwärmers ist noch zu erwähnen, dass er unterteilt werden kann in die Mu–Punkte des unteren (Rs5), des mittleren (Rs10) und des oberen (Rs17) Erwärmers. Rs7 ist ein Ergänzungspunkt der zusammen mit Rs5 das Hara oder Himmelsfenster einkreist (Rs6)

 

 

Anwendung der Shu-Mu-Methode in der Entgiftungstherapie

 

Warum Entschlacken und Entgiften?

 

Homöostase

 

Als Homöostase bezeichnet man die Konstanz, bzw die Aufrechterhaltung des inneren Milieus, also die chemische Zusammensetzung der verschiedensten Körperflüssigkeiten. Die Zusammensetzung ist besonders wichtig für die Funktionsfähigkeit sämtlicher Enzyme unseres Körpers. Enzyme sind Biokatalysatoren, d.h. sie bewerkstelligen alle Stoffwechselprozesse, die für die ungestörten Funktionen unseres Körpers notwendig sind. Das übergeordnete Steuerzentrum für die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten ist der Hypothalamus. Der Hypothalamus regelt u.a. die Körpertemperatur, den Kreislauf, den pH – Wert, den Elektrolyt- und Wasserhaushalt, sowie das Hormonsystem. Der Hypothalamus steht auch in enger Verbindung mit dem limbischen System. Das limbische System wird auch als emotionales Gehirn bezeichnet. Hier werden Wut, Aggressionen, der Esstrieb und das sexuelle Verlangen geregelt. Es steht in direktem Kontakt mit dem Riechzentrum. Damit stellt der Hypothalamus also die zentrale verarbeitende Instanz von emotionalen, hormonellen und nervalen Informationen aus der Innen- und Außenwelt des Körpers dar. Der menschliche Körper ist normalerweise durch seine Entgiftungsorgane und verschiednen biochemische Systeme sehr gut in der Lage, kurzfristige Belastungen des Organismus mit Giftstoffen oder Stoffwechselabfallprodukten zu kompensieren.

 

Chronische Dysregulation, Entgiftungsschwäche, Dyskrasie

 

Wenn der Körper dauerhaft mit einigen oder vielen schädigenden Faktoren belastet ist, kann es je nach konstitutioneller Voraussetzung zu einer steigenden Belastung des Körpers mit Giftstoffen kommen. Oft beginnen solche Prozesse mit einer Störung im inneren Milieu. Das können Störungen des Darmes, eine Leberschwäche oder eine Unterfunktion der Nieren sein. In den meisten Fällen kann eine Übersäuerung des Organismus beobachtet werden. Die Übersäuerung führt langfristig zu einer Behinderung des Lymphflusses durch aufquellendes Bindegewebe, zu Störungen des Stoffwechsels durch pH – Wertentgleisungen und unzureichenden Enzymfunktionen, zu Veränderungen der Darmflora, zu verringerten Schleimhautfunktionen mit einer gesteigerten Infektanfälligkeit, zu chronischen Überlastungen von Nieren und Leber und einer resultierende Organerschöpfung bzw Organschwäche. Diese Störungen addieren sich zunehmend und steigern die Gift- und Schlackenbelastung des Körpers so weit, daß der Körper gezwungen ist, „Abfalldeponien“ anzulegen, um die Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten wenigstens ansatzweise aufrecht zu erhalten. Solche Mülldeponien können sich in Form von Muskelverspannungen, Hautausschlägen, Verdauungsstörungen, Steinbil-dungstendenzen, Ablagerungen an den Gelenken, arteriosklerotischen Prozessen, einer Überforderung des Immunsystems mit entsprechenden Symptomen, wie Immunschwäche, Autoimmunerkrankungen und der allergischen Diathese, und einer Neigung zur Zystenbildung darstellen. Die resultierenden Funktionsstörungen der Organe würden letztendlich in einem Circulus viciosus gipfeln, der zu einer ständig zunehmenden Dyskrasie, also einer krankhaften Störung der Säftezusammensetzung führt.

 

Therapie

 

Von der Firma Infirmarius – Rovit GmbH gibt es drei Präparate, die speziell für eine Entgiftungstherapie herangezogen werden können. Hierbei werden die Nieren, die Leber und das Lymphsystem in ihren Funktionen gestärkt und die Entgiftungsfunktionen angeregt. Zur Anregung der Nierenfunktion Infi-Cantharis-Injektion N, zur Verbesserung der Leberfunktionen wird Infihepan®-Injektion und zur Förderung des Lymphflusses Infi-Myosotis-Injetion eingesetzt. Bei dieser Entgiftungstherapie werden in der gerade beschriebenen Reihenfolge die Präparate im täglichen Wechsel über dreißig Tage oral mit je einer Ampulle täglich verabreicht. Sie können den Entgiftungsprozess durch Einsatz der Infirmarius Teemischungen 1, 3 und 4 unterstützen.

 

Eine zusätzliche Alternative bietet nun die Shu-Mu-Methode. Es ist empfehlenswert, ein- bis zweimal wöchentlich die Injektionslösungen als intrakutane Injektionen in die jeweiligen Akupunkturpunkte anzuwenden. Die Wahl der Punkte liegt auf der Hand. Zur Unterstützung und Anregung der Niere verwenden Sie die Shu- und Mu-Punkte der Niere und Blase. Für die Steigerung der Leberfunktion wählen Sie die Punkte von Leber und Gallenblase und für das Lymphsystem die Punkte von Milz und Magen. IUnter der Behandlung werden also alle Punkte von Niere und Blase (beidaseitig) mit Infi-Cantharis-Injektion N, alle Leber- und Gallenblasenpunkte mit Infihepan®-Injektion und alle Magen- und Milzpunkte mit Infi-Myosotis-Injetion gequaddelt.

 

 

 

 

 

Diese Website wurde zuletzt aktualisiert 27.03.09